review of "bäume & sträucher" CDr:
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older reviews:
i-D 4/95:
Electronic strangeness from a Japanese bedroom, this is twisted but brilliant anti-pop music with real personality. Funky fresh and deeply weird, on the same microtonal tip as Luke Vibert - this is strong medicine!---Mixmaster Morris
Generator 4/95:
Heidelberg´s Source Records have been responsible for somre of the most innovative, imaginative and downright breathtaking techno of recent years. Borrowing the iconoclastic futurism of Detroit and adding their own instinctive art-house tendencies, they´ve come up with a blend of staggering originality which is so wildly 'out there' that they should, if there was any justice, be funded by NASA. That isn´t to say that this music is in accessible, far from it, it´s immediate, compelling and, unfortunately, too good for words. Which makes writing a review somewhat of a sticky proposition. This is techno in its purest form. A forward-thinking collage of electronic sound and asymmetric rhythms. Try the abstract funk of 'Kitchen Window', for example, or the stark prettiness of 'omoi kokoro'. Techno has always been music for the mind as well as the body and there are some fairly adventurous intellectual processes going on here. The trickling electrics of 'Denia', for instance, combine a complex soundscape with the kind of ingenuous melody that only someone pushing the barriers of imagination could come up with. It´s when tracks like the deceptively minimal 'mangetsu' or 'some time on a train' suck you into their alternate realities that you begin to realise just how much is actually happening. This is, indeed, music for the twenty-first century. Open your mind wide, sit back and prepare to be amazed.---Steven Ash
Swirly 3/95:
HEIDELBERG: Auf Source Records neulich erschienen: Multiple Void Enjoyment (Almost Forgotten) von Elfish Echo. Die Platte fängt sehr liquide an und steigert sich später beim Aufbruch. Auf der Suche nach irgendetwas stößt man auf ein Wechselspiel von real und surreal und plötzlich befindet man sich wieder beim Ursprung. Für eine kurze Zeit wird es sogar tanzbar! DISCO! VIDEOGAME! Das Aufprallen von Gegenständen, Liquid Yellow Green tritt ein - und Hektik, die von Ruhe unterdrückt wird. NEON! Die Shuttles sind startbereit, keine Fiction, sondern Science! Erste Abfahrt, zweite Abfahrt, reisen durch die Galaxy, Shuttle N.3 und N.4 kommen nach. Kleine Kugeln, die sich in der Schwerelosigkeit spiralförmig drehen, die eine oder andere verliert das Gleichgewicht, und eine wiedererkennbare Melodie bringt mich wieder zurück zur Basis. Schlagzeugartige Klänge vereint mit der sanften Stimme von Megumi Ito. Rhythmus... und das Ende ist der Anfang und vice versa. Unverzichtbar für jeden Träumer, dieser Soundtrack!
Frontpage 2/95:
Fernab von kommerziellen Verkaufsideen hat sich Source Records zu einer festen Größe im Business gemausert. Der kreative Pool hinter diesem Label ist kaum überschaubar und macht einen neugierig auf mehr. Elfish Echo ist ein experimentelles Werk rund um den Globus, reflektiert Musikstile von Funk bis Ambient und lässt sich nicht wirklich in eine Schublade stecken. Ambient Space Phunk entspricht dem journalistischen Spartendenken noch am ehesten und lässt Euch die Qual der Wahl.---BEL
ON Magazine ?/95:
What better way to deal with long dark winter nights than by immersing oneself in the work of this Japanese Master, who deals with electronic sound sources in a challenging and radical way. Fresh textures and surprising counterpoints: the dislocated dub reggae of 'Kitchen Window' is like a snapshot put through a Photoshop plug-in; obliquely distorted from its original. This is a brave, abstract jazzuality which shows up a lot of modern dance music as the clumsy drug-driven knee-jerk dross that it shurely is.---Wierd Beard
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reviews of "sato yumiko" CD & 12":
Frontpage 12/96:
Perfekt. Auch dieses Release auf dem Sourcesublabel hat mehr zu bieten als so manches, was sich zur Zeit als experimentell denkt. Die Beats sind sehr kompliziert, ruhig, aber vertrackt, die Sounds fallen hintenüber; alles klingt wie aus dem Gelenk gebrochen, aber funktioniert trotzdem. Ob es schnelle oder langsame Beats sind, immer regiert hier eine neue Form von Irrsinn, die als solche nicht mehr wahrgenommen wird, weil wir endlich mal Zeit haben für genau das, weil Beats einfach überall zu überschaulich geworden sind und Experimente wie diese hier als ziemlich wegweisend erscheinen. Hätte Jamie Hodge versucht, seine Tracks dichter zu machen, er wäre vielleicht auch zu so etwas gekommen. Die zweite Platte von Elfish Echo, die einem wohl immer im Gedächtnis bleiben wird. Wer kann, sollte sich unbedingt die CD zu dieser 12" besorgen, denn da gibt es mehr.---Bleed
www.algonet.se/~nunrg/plattor.html:
this is the most ground-breaking record ireviewed in ages. this 3-tracker moves you from one style to another in subtile way. from the seducing and uplifting opener titled simply '17' to the abstract and innovative drum&bass extravaganza of 'violette' and the 70s psychedelic jazz of 'equation', this ep will take you in the most fantastic journey through the land of good muzik. just amazing.
Frontpage 1/97:
Wer sich an die erste Elfish Echo erinnert, der dürfte schon ahnen, wie gut das sein kann. Sich erinnern zu können und CDs zu haben, die sich für immer im Kopf festgeschrieben haben, als so eine Art Referenzgröße. Bei Elfish Echo war das schwierigste schon damals die Zuordnung, und mit dieser CD dürfte das noch schwieriger geworden sein. Sie beginnt wie man sich eine "mögliche" Basic Channel-Platte heute vorstellen könnte, das aber nicht lange, und schon ist man mitten in einer Klangwelt, in der die ungewöhnlichsten Beats auftauchen die man seit langem gehört hat, die seltsamsten Verarbeitungen von Drum&Bass, die durchdachtesten Drummachine Patterns, die loseste Art, in der ein Track noch zusammenhalten kann, ist für Elfish Echo eine solide Grundlage, auf der man aufbauen kann. Jeder der 11 Tracks ist vollkommen einzigartig, jeder auf eine eigene Weise spleenig, zierlich wirr und zerbrechlich, jeder mit einer unheimlichen Energie, deren Tiefe immer wieder neu aufgerollt wird, jeder in einem eigenen Klangbild, das Gedanken wie ein Sounddesign über einen Track nicht hinauslassen will, um so jeweils wieder vollkommen von vorne, bei nichts zu beginnen. Milleniumpreis für obskurste funkyness. Warum sollte eigentlich im Jahr 2000 überhaupt noch jemand Musik machen, wenn die Zukunft schon jetzt weiter ist, als die Welt je begreifen wird?--- Bleed
All-Music Guide (www.allmusic.com):
The second release on David Moufang´s KM20 label brings an hour of schizoid experimental techno (extreme emphasis on the experimental) rounded out with a smattering of dub and drum'n'bass elements. Extremely listenable, Elfish Echo released an album previously on Moufang´s other label, Source, and here conjure up a sound not too dissimilar from Ken Ishii´s "Tangled Notes" and (more often) Frankfurt electro-auteur Atom Heart, with extremely syncopated rhythm tracks interrupted by dissonant melodies, rumbling bass, and discontinuous samples.---Sean Cooper
____________________________reviews of "strongMedicine" CD/2xLP:
Electronic Music mailing list archives:Date: Feb 6, 1999
Subject: (idm) elfish echopicked up the new elfish echo 2xlp last night. i had his first cd on source a couple of years ago and finally sold it, put off by the disjointedness of it. but i wholeheartedly recommend this one.
it's very firmly in the drum'n'bass vein. and unusually for someone coming outside d'n'b, it's very true to form, while remaining highly experimental. generally i can't conceive of mixing IDM-ish d'n'b, or weird-step drill'n'bass, with "proper" jungle (my tastes for the "proper" run from photek & source direct to optical & matrix, klute, etc... tech-steppy breaks, neurofunk inflections). the breaks tend toward tech-step--hard, crispy, with a two-step flavor (though not dragged down like some two-step tends to be). at the same time, there's
an ever-present japaneseness to the sound--highly cut-up, dotted with shimmering pockets like flakes of mica embedded in granite. throughout, it straddles the necessary groove and the tangential urge. highly recommended.phil
Groove 2/99:
Mit seinem dritten Album beweist Elfish Echo erneut, dass, wer wirklich eigenständig sein will, es nicht auf Abseitigkeit anlegen muss. Burkhard Höfler hat längere Zeit in Tokyo zugebracht, wo dieses Album auch teilweise entstanden ist. Die Polyrhythmik, die sich schon beim letzten Album, "Sato Yumiko", in Richtung D&B verschob, wird hier weiter auf diesem Weg vorangetrieben. Dass Elfish Echo aber ein genuines Album-Projekt ist, das nicht auf kurzfristige Umsetzung schielt, zeigt sich in Passagen wie denen am Anfang von "Strictly Insular", in denen Außengeräusche, ohne blöd ambient zu werden, zu einer kohärenten Klangkollage wachsen. Diese wird dann im Übergang zum folgenden Track, "Murasaki", zum Track geschmiedet.---MP
http://www.musicmatic.net/phpnuke/html/modules.php?
name=News&file=article&sid=878:
Eine ausgesprochen interessante Drum&Bass-Interpretation servieren uns Burkhard Höfler und Sato Yumiko mit ihrem Projekt elfishEcho. Von konzeptionell und experimentell bis groovy reicht die Bandbreite, die aus einer Palette meditativ erdiger bis spacig futuristischer Elemente gemischt wird. Ambient, Drum&Bass, FutureFunk ... eine Schublade läßt sich so leicht nicht finden. Das ganze ist in einer obskuren Weise zusammengezimmert, wirkt fragil und flüchtig, ist jedoch in sich abgeschlossen, bildet eine feste Einheit. Man wähnt sich in einem englischen Club und tanzt ab, findet sich Sekundenbruchteile darauf in einer dunklen isländischen Nacht wieder und wird gleich darauf in ein japanisches Zen-Kloster 'gebeamt'. Eine Reise, viele Ansichten, viele Befindlichkeiten, viele Landschaften - aus einer Idee, einem Konzept gegossen. Es strömt etwas aus den Tracks heraus, das einen umhüllt wie die Wolke eines Traums kurz nach dem Erwachen. elfishEcho ist ein absoluter Tip für all diejenigen Hörer, die Oberflächliches nicht zu befriedigen vermag. Mehr Reviews gibt's auf der Homepage von elfishEcho zu lesen. -br00
Intro 4/99:
Eineinhalb Jahre Tokyo, - das soll Folgen haben, nicht nur, aber auch, wenn man eigentlich sein Herz in Heidelberg verlabelt hat. Burkhard Höfler a.k.a. Elfish Echo kennt das schon zum dritten Mal, und wie seine zwei ersten ("Multiple Void Enjoyment", "Sato Yumiko") ist auch "StrongMedicine" verwirrend, Grenzen essend, breaking the breakbeats, sucht wirklich, in dieser vollmundigen Konsequenz, seinesgleichen. Gefällt aus allen Wolken, wie die überraschende Vorstellung eines Ballett-Tänzers, der, einen nassen Feudel schwingend, eine gute Figur macht. Mitunter geht das Geschehen so unvermittelt, dass man wahlweise in Gelächter oder bewegtes Schweigen ausbricht. Drum'n'Bass von der Seite betrachtet, leidenschaftlicher Spaß, Sophistication in den Zwischenräumen einer Profilwelt. Wie mittelgroße, eigenständige Wesenheiten klatschen Beats durch den / aus dem Äther, in dem sie leben, konserviert waren, bis einer oben aufschraubt. Höfler macht ordentlich große Tasche, bimmelt, rauscht, pumpt, ohne plump oder BigBeat'sch zu werden, treibt seine Schindluder in 4-Sterne-Restaurants, isst von allem, was auf demn Tisch kommt, mit Fingern und Vorrichtungen und lässt es sich fein anders munden. Da stolpert die Kellnerin dem Kellner in die Textur. K.O.ke.---Rolf Jäger
http://www.supersphere.com/MediaMix/Reviews.html:
Artist: Elfish Echo
Album: Strong Medicine
Label: Source
Year: 1999
Some of the best attempts to made electronic music are derived from taking trips through the established lexicon of music composition out through to the other side. Elfish Echo are a great example of taking dance techno and ambient where it isn’t supposed to be. Is it supposed to be frenetic and crazy yet have lush ambient structures beneath? Is it supposed to be quiet and slow, punctured by noises and abrupt techno rhythms? Can dub be effectively combined with scrambled funk sampling and Occidental noises? Elfish Echo is poised center between Western, Occidental, and accidental, making them a breath of fresh oxygen in an otherwise polluted apocalyptic wasteland of sampling gone sour.
Standouts: Amy & Jordan; Windkanal; Murasaki; Slick
Superstar ?/99:
Immer wieder wird ein Stil als in der Krise befindlich erklärt, die Allgemeinheit weidet sich ja gern daran, etwas totzusagen, sei es die Indi-Gitarre, der HipHop, britisches Rindfleisch oder die Kinokultur. Und jetzt Drum ´n´Bass, Jungle, Techstep...Bei jedem Stil populärer Musik ist es tödlich, sich zu sehr in die Arme der großen Verwerter zu schmeißen. Da wird dann Geld und Werbung investiert, um aus dem Nischenprodukt ein Massenkompatibleres zu machen. Schlimmes Beispiel z.B. das letzte, gräßliche Goldie-Video zu "Mother" oder der Stapel 4-oder 5-fach LP´s von Leuten, die gerade mal ein oder zwei gescheite Maxis gemacht haben. Hinschauen muß man genauer als früher, mag sein. Das kann aber Burkhard Höfler aka B-Hard (der DJ) aka Elfish Echo (der Musiker) schon seit Jahren. Und Burkhard hat eine eigene Art, auf die (Musik)welt zu schauen. Ob das mit seinen früheren Punk-und Indi-Formationen oder dann mit seinen ersten elektronischen Platten geschieht, bleibt sich gleich - der Blickwinkel ist stets einer aus einer gewissen Distanz auf das Geschehende gerichtet. Das liegt auch an Burkhards teilweise mystischen Weltverständnis, seiner Spiritualität. Kaum kenne ich jemand, der so analytisch und sorgfältig bei der Auswahl seiner Quellen und Inspirationen vorgeht wie Burkhard. Ich rede hier nicht nur von Geschmack (der ist sowieso unverzichtbar), es geht auch um Darstellung, Haltung und Inhalt eines Acts oder einer Gruppe. Sein neues Album "Strong Medicine", ist zu einem Teil in Japan produziert worden, wo Burkhard eineinhalb Jahre studiert hat. Leicht wäre es jetzt, nach Analogien zu dieser Erlebniswelt zu suchen, aber so einfach wirft Burkhard den Leuten nicht die Brocken vor die Füße. Klar, da gibt es in einem Stück Anlehnungen an Photek (da hat er sich zum Glück ja auch gleich den besten rausgesucht), aber das wird der Vielschichtigkeit von "Strong Medicine" nicht gerecht. Burkhard gefällt es auch, sich im tiefem Echo, im Dub zu verlieren. Da denke ich viel eher an Rhythm & Sound, Drum´n´Bass for Papa oder den basischen Kanal (Ja, in genau "Windkanal"). Und Lee Perry. Und Jazz Rock. Das Tolle an "Strong Medicine" ist die Bezugnahme auf viele verschiedene Musikwelten, obwohl ihm gerade das manchmal zum Vorwurf gemacht wird. Wo der Purismus und die Oberfläche von den Leuten gefordert wird, ist die Engstirnigkeit und Ignoranz nicht weit. Hauptsache Claims abstecken und Abgrenzung betreiben. Aber Burkhard hat sich bisher einen Dreck um selbsternannte Szenepäpste geschert, keinen Grund der Welt gibt es, daran etwas zu ändern, Burkhard ist seine Musik zu wichtig, um sie nur in einem Kontext rezipiert zu sehen. Trotz allem ist das ganze eine Source-Platte, wenn Sie wissen, was ich meine - Projektionsflächen für den Geist, deep und bereichernd wie ein gutes, gesundes Frühstück. Und nach dem Müsli und dem Tee kann jeder machen, was er für richtig hält. Glückwunsch!---KM/H




